Regen, überschwemmte Straßen und Probleme mit dem Wicked-Van machen die Weiterfahrt nicht gerade leicht!!

Tja, nu sitzen wir hier auf einem Campingplatz, auf dem wir eigentlich noch gar nicht sein sollten, aber wie so oft kommt es ja meistens anders als man denkt.

Nachdem wir am Montag in Cairns mit unserem geliehenen Wicked-Van gestartet sind, hat es uns zuerst in den Norden verschlagen nach Cape Tribulation. Aber da außer uns wohl niemand  (bis auf Tarzan und Jane) Lust hatte auf Regenwald und Regen, haben wir uns dazu entschieden das Cape relativ schnell wieder zu verlassen.

Ihr wisst ja, die Krabbeltiere im Regenwald sind nicht gerade unsere Freunde.

Natürlich haben wir uns vorher die ganze Sache noch einmal genauer angeschaut und sind dabei auf ein Schwimmloch gestoßen, in dem es sich gerade zwei Personen (Tarzan u. Jane) gemütlich gemacht hatten die auf unsere Gegenwart nicht gewartet hatten.

Regenwald

Um ein wenig weiter Richtung Zivilisation zu fahren, haben wir uns für das Örtchen Port Douglas entschieden. In Port Douglas begann es kurz nach unserer Ankunft so stark zu regnen, dass am Abend leider nicht mehr viel möglich war und wir es uns nach einem gekochten Essen mit ein paar anderen deutschen Campern „gemütlich“ gemacht haben.

So, jetzt mal ohne Scheiß. Regen hört sich nicht so an, wie das was hier vom Himmel kommt. Wenn es schüttet, dann aber richtig. Wir konnten nach einer Minute die Straßen nicht mehr betreten, da alles unter Wasser stand. Ein „Lauf“ zum Klo oder zum Camper sorgt für nasse Unterhosen und fiese Feuchtigkeit im Auto. Alles nicht sehr angenehm, denn feuchte Sachen fangen bei tropischen Temperaturen sehr schnell an zu muffeln.

Um der ganzen Sache ein wenig zu entkommen sind wir am Dienstag einer Einladung eines Mannes gefolgt, den wir am Donnerstag in Cairns beim Abendessen getroffen hatten. Sein Name ist Kurt!! Er ist Deutscher und im Zuge der allgemeinen Verunsicherung der frühen 80’er Jahre aus Deutschland ausgewandert. Wir haben den ganzen Dienstag versucht rauszubekommen, was ihn dazu getrieben hat eine Ziegenfarm am anderen Ende der Welt im NICHTS zu eröffnen, wir haben es nicht geschafft!!

Kurt hat uns zuerst mitgenommen zu seinem Freund Peter (auch ein Deutscher), dieser wohnt direkt am Meer, in einer Holzbude, die er sich selbst gebaut hat und über die jeder James-Bond-Schurke glücklich wäre!! Wir sagen Euch, das war der Hammer!! Schaut Euch einfach die Bilder an, wir kommen aus dem Staunen immer noch nicht wieder raus….

Danach ging es dann zu Kurt auf die Farm. Unterschiedlicher hätte das Ganze nicht sein können. 12 ha Land, Berge, Wiesen und ganz viel Nichts. Wir wissen nicht wie er über die Runden kommt und was er da will wo er wohnt. Im Klartext: Maren wohnt im Vergleich zu Kurt super zentral man könnte sagen mitten in der Stadt. Alle die schon mal bei Maren waren dürften wissen, was das bedeutet.

Wir haben dann noch lecker zu Abend gegessen (es gab Känguru) und sind dann in unseren Van um die Nacht dort zu verbringen.

Am Morgen sind wir dann hoch, wurden noch schnell zu einem netten Abwasch eingeladen und haben dann unsere Reise Richtung Süden begonnen.

Den ganzen Mittwoch haben wir dann damit verbracht unser Auto gen Süden zu schicken und sind nach fast 800 km, unendlichen Weiten und Regen, der mittlerweile halb Queensland überflutet im Zielort Airlie Beach angekommen.

Bilder von unterwegs!! Überschwemmungen C 89, C 82, C 85

Wir haben dann auf einem Campingplatz eingecheckt und sind Richtung Stadt gefahren, um Infomaterial für die Whitsundays zu sammeln. Mit unserem Material und frisch gestärkt sind wir dann ins Bett, in der Hoffnung auf besseres Wetter am Donnerstag.

Aber der Donnerstag begann, wie der Mittwoch endete. Unendlicher Regen, Bäche die zu Flüssen wurden und bei weiterem Nachfragen keinerlei Aussicht auf Besserung. Wir haben dann kurz überlegt und haben uns dann wie wir heute wissen für die beste Alternative entschieden und die hieß abhauen, und zwar ganz schnell und das auf alle Fälle Richtung Süden!!

Doch leider wollte unser Van nicht wie wir. Nach ca. 100 km kam eine große schwarze Wolke aus dem Auspuff und nichts ging mehr. Also: Roadassistance gerufen, Warten, Van repariert und weiter ging es.

Und das für unglaubliche 16 km.

Dann wieder nix mehr. Ein weiteres Mal Roadassistance, ein weiteres Mal Warten und dann wurden wir doch tatsächlich abgeschleppt.

Wir haben dann etwa 1,5 Std in einer Werkstatt verbracht und auf den Van gewartet, der dann zum Glück auch wieder lief. Tja, eigentlich hatten wir auch für Mackay einen Stopp eingeplant, aber auch den haben wir dann gestrichen. An dem Tag sind wir dann noch bis Rockhampton gefahren. Haben da nur noch eingecheckt und uns dann eigentlich sofort in den Van gepackt, der Tag war ja auch mehr als anstrengend und aufregend.

Am Freitag sollte dann alles besser werden, und so oder so ähnlich kam es auch!! Nach der nächsten kleinen Krise mit dem Van, er wollte mal wieder nicht anspringen, dem fünften Anruf bei der Roadassistance und einem „Grandpa aus Rockhampton“ der den Van wieder zum Laufen gebracht hat, sind wir nun und schlussendlich da gelandet wo wir jetzt sitzen. Es regnet nicht mehr, wir können unsere Sachen trocknen und werden heute Abend Schildlkröten beim Nesterbauen besuchen gehen. Wir sind sehr gespannt.

Viele Grüße Maren und Mona

5.2.07 11:16

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